Offene und geschlossene Warmwasserspeicher – was sind die Unterschiede?

Warmwasserspeicher UnterschiedeOffene oder drucklose Anlagen stehen mit der Atmosphäre in Verbindung und sind nicht vom Druck der Kaltwasseranlage abhängig. Diese Warmwasserspeicher sind in der Anschaffung kostengünstiger, verfügen jedoch über nur eine Abgabestelle. Warmwasserspeicher bis zu 10 Liter oder Durchlauferhitzer benötigen auch keine zusätzliche Sicherheitseinrichtung in der Kaltwasserzuleitung. Über 10 Liter Fassungsvermögen, muss bei der Installation ein Rückflussverhinderer in die Kaltwasserleitung eingebaut werden. Das heißt, dass das heiße Wasser daran gehindert wird, in die Kaltwasserleitung zurückzufließen.

Geschlossene Warmwasserspeicher stehen unter Druck. Diese Geräte sind, weil die Konstruktion viel stabiler ist, da sie einem Leitungsdruck von 10 bar standhalten muss, eher teurer. Der Vorteil dieses Systems liegt darin, dass beliebig viele Zapfstellen angeschlossen werden können. Für größere Familien eine unverzichtbare Notwendigkeit, da sie sehr viel warmes Wasser benötigen. Das Fassungsvermögen der mittleren Speicher liegt zwischen 30 bis 120 Liter. Große Speicher können mehrere hundert Liter fassen. Bei der Installation durch den Fachbetrieb müssen Sicherheitsventile, Druckminderer und Entleerungseinrichtungen eingebaut werden.

Doch der Unterschied liegt nicht nur in der Funktion der Geräte und in ihrem Preis. Der Unterschied ist auch aus der Sicht der Bequemlichkeit und der Effizienz zu beurteilen. Unangenehm wird es, wenn mehrere Personen hintereinander oder gleichzeitig an mehreren Stellen duschen möchten. Kalt duschen ist zwar gesund, jedoch nicht jedermanns Sache. Hier empfiehlt es sich ein geschlossenes System zu wählen, um vorprogrammierten Ärger zu vermeiden. In Ferienhäusern oder Wohnungen, die nicht immer genutzt werden, reicht es aus, auf offene Systeme zurückzugreifen, da hier das Preis-Leistungs-Verhältnis eher den Gegebenheiten entspricht.